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Detlef Lampe



Authentische Reportagefotografie und Landschaften in Fine Art.

Detlef Lampe Reportagefotografie

Belfast - Die Serie

Die Foto-Dokumentation soll an die 36 Jahre Bürgerkrieg erinnern - mit mehr als 3.000 Toten, darunter fast 2.300 Zivilisten (auch viele Jugendliche und Kinder).
Die Aufnahmen entstanden im Herbst 1973 während einer Reportage, die ich als junger Journalist "auf eigene Faust" während meines "Urlaubs" gemacht hatte. Offiziell war sie mir von der Chefredakteurin verboten worden ("zu gefährlich").
Für die Reportage hatte ich eine Woche Zeit, abzüglich zwei Tage schwieriger Diskussionen, um sowohl von den Briten als auch von der IRA eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Denn Ziel war, beide Seiten darzustellen…

Der Zorn der Chefredakteurin nach meiner Rückkehr hielt sich in Grenzen, die Reportage wurde als fünfteilige Serie gedruckt. Alle Fotos sind Scans so genannter Ausschuss-Fotos, also die, die zum Druck nicht geeignet waren. Die hatte ich damals mit nach Hause genommen und über die Jahre gerettet – trotz etlicher Umzüge. Die Negative blieben, wie damals so üblich, im Besitz der Zeitung.

 

Argentinien - Die Serie

Reportage über eine Expedition des Duisburger Zoos nach Argentinien. Zoodirektor Dr. Gewalt und sein Team fingen 1980 fünf seltene Jacobitas (Commerson-Delphine).

 

Beirut - Die Serie
 

Auch ein halbes Jahr nach Ende des sog. Juli-Krieges mit Israel kommt Libanons Hauptstadt Beirut nicht richtig zur Ruhe. Das ehemalige Paris der arabischen Welt will leben, das merkt man fast überall. Aber die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist breit, vielleicht zu breit. Teile der Stadt gleichen eher einer abgeriegelten Kaserne, an jeder größeren Kreuzung steht Militär und/oder Polizei. Krisenherd Nummer 1: das Präsidentenviertel. Seit Monaten umlagern es die Anhänger der aus der Regierung ausgescherten Hisbollah, Tag und Nacht. Die Hardliner leben in einer Zeltstadt, die Claqueure werden allabendlich busseweise dorthin gekarrt. Erst laufen über eine riesige Video-Leinwand Filme des Juli-Krieges und Reden des Hisbollah-Chefs Nasrallah. Und wenn das "Volk" so richtig "heiß" ist, werden Luftballons und Nationalfahnen verteilt. Denn das Fernsehen ist da; der Hisbollah-eigene Fernsehsender Al Manar zeigt alles live...Ziel der Proteste: Ministerpräsident Siniora soll zurücktreten. Und mit ihm sein, wie die Opposition sagt, Schuldenkabinett.

Libanon hat 41 Milliarden Dollar Schulden. Grund (aber nicht nur!!!) ist der Juli-Krieg im vergangenen Jahr. Die heftigsten Zerstörungen gab es in Beiruts schiitischen Stadtteil Haret Hreik, eine der Hochburgen der Hisbollah. Haret Hreik, auf deutsch "die belebte Gasse", wurde am schlimmsten getroffen. 2.500 Familien wurden obdachlos...ihre Wohnungen und Häuser sind immer noch unbewohnbar oder nicht mehr da. Aber auch Bürohäuser (u.a. das des Fernsehsenders) wurden punktgenau zerstört – später wurden in den Trümmern Handys gefunden, die den Piloten offenbar als Peilsender gedient hatten. Die Hisbollah entschädigte jede Familie bereits zwei Tage später nach dem Waffenstillstand mit 12.000 US-Dollar. Dann zog die Regierung nach: Für ein getötetes Kind über 10 Jahre gab es 13.000, für unter 10 Jahre 6.600 Dollar und für Invaliden 10.000 Dollar. - In den 34 Tagen des Juli-Krieges starben 1.200 Menschen, mehr als 4.400 wurden verletzt...

Ein anderer Krisenherd: Die "vergessenen Flüchtlinge" in Beiruts Palästinenserlager Shatila, 1950 gegründet und eines der ältesten in Libanon. Traurige "Berühmtheit" erlangte das Lager durch das Massaker im September 1982. Damals hatte die israelische Armee die Lager Shatila und Sabra abgeriegelt. Dann fielen 150 verbündete Falangisten ein, um die Palästinenser entwaffnen, die man dort vermutet hatte. Es gab aber nur eine Handvoll. Daraufhin fielen die christlichen Milizen über die Zivilisten her: Sie folterten, vergewaltigten, schlugen Alten, Frauen und Kindern die Köpfe ein und zerstückelten sie. Einer Hochschwangeren schnitten die mordlustigen christlichen (!) Milizen den Bauch auf und enthaupteten ihr Baby. Die genaue Zahl der Opfer wurde nie bekannt, Schätzungen schwanken zwischen 2.000 und 3.000 - die meisten Leichen wurden mit Planierraupen in Massengräber geschoben und verscharrt. Die Weltöffentlichkeit war geschockt, die Vereinten Nationen verurteilten die Greueltaten aufs Schärfste...

Knapp einen Quadratkilometer ist das Lager groß, etwa 17.000 Menschen leben dort. Früher in Zelten, dann in Wellblechhütten, schließlich wurde nachts heimlich gemauert - jetzt gibt's Häuser mit bis zu vier Stockwerken. Es ist eng, stickig, keine Müllabfuhr, keine Kanalisation. Die Wohnungen sind winzig. Die Zimmer haben um die 10 Quadratmeter, Küche (2 bis 3 Quadratmeter), Toilette (meist ohne Waschbecken, nur Kaltwasserschlauch, das Loch im Boden ist für "alles"). Strom gibt es, aber oft erst ab Mittag, machmal auch gar nicht. Klar, dass man sich da lieber im Freien aufhält...vor allem die Kids. Wer keinen Platz im Kindergarten und in der Schule der UN oder der Hilfsorganisation Najdeh bekommen hat, spielt halt auf der Straße. Oder geht auf Arbeitssuche. Die Kinder müssen mit Geld verdienen, viele Erwachsene finden keine Jobs. Nicht, weil es keine gibt, sondern weil es keine für Palästinser gibt.

 

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